Das CDEA setzt sich als neues Wissenschaftszentrum mit der Lehre, Forschung und den Informationsaustausch zu deutschen und europäischen Themen auseinander und ist an der PUCRS, sowie na der UFRGS ansässig. Innerhalb der geplanten Projektlaufzeit von fünf Jahren sollen 22 Postgraduiertenprogramme beider Universitäten gefördert werden, sowie eine neue Generation brasilianischer Wissenschaftler und Forscher in interdisziplinären Studien zu aktuellen Themen in Europa und Deutschland, die für den brasilianischen und lateinamerikanischen Kontext nützlich sind. Ihnen soll der Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von 20 europäischen und deutschen Exzellenzzentren ermöglicht werden.

Das Zentrum für Deutschland- und Europastudien, das erste seiner Art in Brasilien, wird in ganz Lateinamerika Einfluss nehmen. Träger des Projekts sind die beiden Universitäten UFRGS und PUCRS, da sie bereits über ein dichtens Forschungsnetzwerkes innerhalb Lateinamerikas sowie in Deutschland und Europa verfügen. Ziel ist es, den Nachwuchswissenschaftlern mit der Forschung in deutscher Sprache vertraut zu machen und mit modernsten Methoden der Human- und Sozialwissenschaften in Kontakt zu bringen.

Die Leitung des CDEA besteht aus einem Direktor und einem Vizedirektor, die mit einem Mandat von fünf Jahren, jeweils abwechselnd 2,5 Jahre das Zentrum leiten. Sie werden von ihrer jeweiligen Universität benannt. Die weitere Struktur des Zentrums besteht aus einem wissenschaftlichen Exekutivausschuss, der von drei renommierten Forschern jeder Trägerhochschule besetzt wird, aus einem Beirat bestehend Rektoren, Vizerektoren und dem DAAD, vertreten durch das Büro in Rio de Janeiro und aus dem Verwaltungspersonal.

Die Finanzierung aus DAAD-Stiftungsgeldern ist zunächst auf eine Periode von fünf Jahren limitiert und kann bei Bedarf verlängert werden, was eine langfristige Planung und internationale Einbindung der Graduiertenprogramme, mit seinen Lehrkräften und Studierenden ermöglicht. Das CDEA kann die Hilfe von anderen Bildungseinrichtungen, Partneruniversitäten und Unternehmen für spezifische Forschungsfelder, Netzwerke oder Programme in Anspruch nehmen, um die Kontinuität des Zentrums zu gewährleisten.

Das CDEA vereint eine große Anzahl von Forscher-Gründern der UFRGS und der PUCRS, die einen Teil oder die Gesamtheit ihrer Studien in Deutschland durchführten und an der Ausarbeitung des Projekts beteiligt waren, sowie weitere, die sich diesen 58 Forschern angeschlossen haben. An dem Projekt nehmen 22 Postgraduiertenprogramme teil, darunter 11 von der UFRGS und 11 von der PUCRS, diese lauten wie folgt:

BUNDESUNIVERSITÄT VON RIO GRANDE DO SUL (UFRGS)

Institut für Philosophie und Humanwissenschaften
PGP Geschichte
PGP Philosophie
PGP Politikwissenschaften
PGP Public Policy
PGP Sozialanthropologie
PGP Soziologie

Institut für Literatur- und Sprachwissenschaften
PGP Literatur- und Sprachwissenschaften (Germanistik und Romanistik)

Fakultät für Architektur
PGP Urbanistik

Juristische Fakultät
PGP Rechtswissenschaften

Fakultät für Erziehungswissenschaften
PGP Erziehungswissenschaften

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
PGP Internationale Strategische Studien

PÄPSTLICH KATHOLISCHE UNIVERSITÄT VON RIO GRANDE DO SUL (PUCRS)

School of Humanities
PGP Erziehungswissenschaften
PGP Geschichte
PGP Literatur- und Sprachwissenschaften
PGP Philosophie
PGP Sozialarbeit
PGP Sozialwissenschaften
PGP Theologie

Law School
PGP Kriminalwissenschaften
PGP Rechtswissenschaften

Business School
PGP Betriebswirtschaftslehre
PGP Entwicklungsökonomie

School of Technology
Architektur und Urbanismus

Die wichtigsten erwarteten Ziele des CDEA sind:

  • Exzellenzforschung zu Themen, die im Interesse Brasiliens und Deutschlands/der Europäischen Union liegen.
  • Einrichtung eines Studienzentrums für Deutschland- und Europastudien für Doktoranden und Forscher in allen Bereichen. Die Agenda beinhaltet Workshops, Seminare, Sommer- und Winterschulen, Studienreisen etc.
  • Errichtung eines Referenzzentrums zur Verbreitung wissenschaftlicher Informationen aus Deutschland und Europa.
  • Ausweitung auf andere Universitäten und Organisationen in Brasilien und Lateinamerika, um ein brasilianisches Lehr- und Forschungsnetzwerk sowie weiterführende Kurse im Zusammenhang mit Deutschland- und Europastudien zu schaffen.

Konsolidierung der Internationalisierung der beteiligten Postgraduiertenprogramme sowie Zugang und Integration in das Netzwerk von 20 Exzellenzzentren, die vom DAAD in den größten Universitäten der Welt gefördert werden.